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Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus betreffen uns alle. Deshalb hat die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die Initiative "Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?" gestartet. 

Themenschwerpunkt von 22. Mai bis 10. Juni 

Die Corona-Krise hat die Arbeitswelt komplett verändert. Viele Menschen haben ihren Arbeitsplatz verloren, fürchten ihn zu verlieren oder wurden auf Kurzarbeit geschickt. Für viele ArbeitnehmerInnen und Selbständige ist unklar, ob und wie viel Einkommen sie künftig haben werden. Die Umstellung auf neue Arbeits- und Hygienevorschriften ist mitunter schwierig. Für manche ist das Risiko einer Ansteckung mit dem Corona-Virus eine permanente Belastung. ArbeitnehmerInnen in systemerhaltenden Berufen (z.B. Handel, 24-Stunden-Pflege, Gesundheitsberufe) sind einer überdurchschnittlichen Arbeitsbelastung ausgesetzt.

Zudem ist es derzeit unklar, welche Auswirkungen die Corona-Krise in den nächsten Wochen und Monaten auf den Berufsalltag haben wird.

  • Wie nehmen Menschen im Berufsleben Veränderungen ihres Arbeitsalltags und Veränderungen in der Ausübung ihres Berufes wahr?
  • Wo führen sie zu psychischen Belastungen?
  • Wie kommen Menschen im Berufsleben mit der Ungewissheit über die Art und Dauer der Corona-Maßnahmen zurecht?

Reden Sie mit! und berichten Sie uns, welche Belastungen Sie in der aktuellen Situation bei sich selbst und bei anderen wahrnehmen.


Über die Initiative 

Die Corona-Pandemie und die notwendigen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus betreffen uns alle. Das Leben jeder einzelnen und jedes einzelnen hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Die Einschränkungen sind belastend und wirken sich zunehmend auf unser Wohlbefinden aus.

Welche Personengruppen sind besonders gefährdet, durch die Corona-Krise psychisch zu erkranken? Dazu startet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die Initiative "Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?" und tritt in einen offenen Dialog mit der Bevölkerung, ExpertInnen und PraktikerInnen. Die psychische Gesundheit der Menschen in Österreich im Zusammenhang mit Bildung & Lernen, Beruf & Arbeit und soziale Isolation während der Corona-Krise stehen im Fokus.

Mit "Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?" verfolgt die Ludwig Boltzmann Gesellschaft zwei Ziele: 

1. fundierte Vorschläge für neue Maßnahmen zu erarbeiten, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung gezielt zu fördern, und diese Vorschläge den politischen EntscheidungsträgerInnen zu übergeben.

2. Themenbereiche identifizieren, zu denen es dringend neue Forschung braucht, um wissenschaftlich fundierte Lösungen für die betroffene Bevölkerung entwickeln zu können.

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft hat intensive Erfahrung als  zentrale Forschungseinrichtung im Gesundheitsbereich sowie in den Geistes- und Kulturwissenschaften und umfassende Expertise in offenen Innovationsprozessen in der Wissenschaft. Mit der Einbindung von Betroffenen und interdisziplinären ExpertInnen in der Initiative "Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?" geht die Ludwig Boltzmann Gesellschaft einen weiteren Schritt in ihrer erfolgreichen Umsetzung offener Innovationsprozesse in Wissenschaft und Forschung (Open Innovation in Science). 

Das Unterstützungskomitee 

Die Initiative wird  von einem Unterstützungskomitee wichtiger EntscheidungsträgerInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft in der Öffentlichkeit vertreten. Den Ehrenschutz der Initiative hat Doris Schmidauer, Frau des Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, übernommen.

Wir freuen uns über die Unterstützung der Initiative durch folgende Personen: 

Doris Schmidauer

Ehrenschutz für die Initiative „Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?“ 
und selbstständige Unternehmensberaterin

Wolfgang Fleischhacker

Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck
Psychiater und Psychotherapeut 

Michael Landau

Direktor der Caritas der Erzdiözese Wien, Präsident der Caritas Österreich und Präsident der Caritas Europa 

Ulrike Schmidt

Stv. Direktorin und Forschungsgruppenleiterin 
der Unipsychiatrie Bonn 

Werner Schöny

Ehrenpräsident und bis 2019 Obmann von pro mente Austria, Ehemaliger ärztlicher Direktor der Landesnervenklinik Linz

Christiane Spiel

Universitätsprofessorin und Präsidentin des Wissenschaftlichen Beirats für Berufsbildungsforschung des Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation


Der Prozess

"Reden Sie mit!" ist eine umfassende Initiative, die die breite Bevölkerung wie auch ExpertInnen und PraktikerInnen gleichermaßen einbindet: 

  • Crowdsourcing
    Die Befragung der Bevölkerung, die von den Auswirkungen der Corona-Krise direkt betroffen sind, führt zu neuen Erkenntnissen über die psychische Gesundheit der Menschen in Österreich. Das Crowdsourcing ist zwischen 4. Mai und 28. Juni 2020 offen für Beiträge in den Bereichen Bildung & Lernen, Arbeit & Beruf, soziale Isolation & Vereinsamung. 
  • Co-Creation-Prozess
    ExpertInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Disziplinen erarbeiten Vorschläge für neue Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit während und nach der Corona-Pandemie. Neue und relevante Ansätze für die Forschung werden aufgegriffen.

Das Crowdsourcing 

"Reden Sie mit! Was macht Corona mit unserer psychischen Gesundheit?"

Betroffenheit schafft Wissen! Aktuell fehlt es noch an Erkenntnissen, wie sich die Corona-Pandemie und die gesetzten Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung auswirken. Um konkrete Handlungsempfehlungen für die Politik und neue Forschungsthemen zu erarbeiten, bindet die Ludwig Boltzmann Gesellschaft die betroffene Bevölkerung aktiv mit ein.  

Erzählen Sie uns, welche Belastungen Sie in der aktuellen Situation im Hinblick auf Bildung & Lernen, auf Beruf & Arbeit und auf soziale Isolation & Einsamkeit wahrnehmen. 

Jede und jeder ist eingeladen sich zu allen drei Themenschwerpunkten zu äußern. Das Crowdsourcing startet am 4. Mai mit dem Thema Bildung & Lernen. 

ab 4. Mai
Bildung 

ab 22. Mai
Arbeit

ab 10. Juni
Isolation

Reden Sie mit! zum Thema bildung in der Corona-Krise

Um die Übertragung des Corona-Virus einzudämmen, wurden Mitte März österreichweit alle Bildungseinrichtungen geschlossen. Kindergarten-Kinder und SchülerInnen werden seither von den (vielfach berufstätigen) Eltern zu Hause betreut, Jugendliche müssen sich das Lernen zu Hause plötzlich selbst organisieren, Berufsschulen und manche Lehrbetriebe sind geschlossen, Studierende können ihre Einrichtungen nicht besuchen.

Obwohl angekündigt wurde, dass Kindergärten und Schulen wieder ihren Betrieb aufnehmen, ist bis heute häufig unklar, wie das konkret umgesetzt wird. Das ist ist für Eltern, SchülerInnen, Lehrlinge, Studierende und PädagogInnen ungewohnt und mitunter belastend.

  • Wie kommen Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern mit der Situation zurecht?
  • Was bedeutet die Situation für Betreuende, also Eltern und PädagogInnen?
  • Welche neuen Erfahrungen sind damit verbunden?
  • Was erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene als besonders belastend, wo stoßen Eltern und PädagogInnen an Grenzen und erleben besondere Herausforderungen?

Die Corona-Krise hat die Betreuung an Kindergärten und die Ausbildung in Schulen, in der Lehre und im Studium massiv verändert: Reden Sie mit! und berichten Sie uns, welche Belastungen Sie in der aktuellen Situation bei sich selbst und bei anderen zum Thema Lernen & Bildung in Zeiten von Corona wahrnehmen.


Co-Creation-Workshop

Zeitgleich zur Crowdsourcing-Initiative bringt die LBG in Online-Workshops ExpertInnen und PraktikerInnen aus unterschiedlichen Bereichen und Disziplinen zusammen. Gemeinsam, und unter Berücksichtigung des Wissens aus der Bevölkerung, werden Vorschläge für neue, evidenzbasierte Maßnahmen zur Stärkung der psychischen Gesundheit in und nach der Corona-Pandemie entwickelt. Außerdem werden besonders relevante neue Themen für die Forschung identifiziert, um neue Lösungen und Maßnahmen zu entwickeln. Im Fokus der Co-Creation-Workshops stehen hier wieder die Themen Bildung & Lernen, Arbeit & Beruf und soziale Isolation in Verbindung mit psychischer Gesundheit. 


Das ExpertInnen-Team

Jutta Fiegl

Vizerektorin der Siegmund Freud Privatuniversität und Präsidentin der Gesellschaft Österreichischer Psychotherapeut*innen (VÖPP)

Lisz Hirn

Philosophin, Schwerpunkt „Philosophische Praxis als Gesellschaftskritik und im Kultur- und Kunstbereich"
 

alex hofer

Leiter der Universitätsklinik Psychiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck

Veronika Guggenberger-Kranewitter

Psychotherapeutin (Integrative Gestalttherapie), Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin

Edwin Ladinser

Leiter der Beratungsstelle und Geschäftsführer HPE Österreich – Hilfe für Angehörige und Freunde psychisch Erkrankter

Ulrike Schmidt

Stv. Direktorin und Forschungsgruppenleiterin
der Unipsychiatrie Bonn

Katja Schweitzer

Psychologin und Notfallpsychologin, Koordinatorin kids.line Salzburg

Judit Simon

Professorin für Gesundheitsökonomie und Leiterin der Abteilung für Gesundheitsökonomie am Zentrum für Public Health, Medizinische Universität Wien 

Ingrid Zechmeister-koss

Leitung Gesundheitsökonomie & Versorgungsforschung, Strategie und Management Support, HTA Austria - Austrian Institute for Health Technology Assessment GmbH

Zusätzlich zu den Personen aus dem ExpertInnen-Team nehmen, je nach Themenschwerpunkt (Bildung, Arbeit, soziale Isolation) weitere ExpertInnen an den Co-Creation-Workshops teil und sind in die Entwicklung von Maßnahmenpaketen involviert. Das sind z.B. 

  • FachexpertInnen aus dem Bereich Psychologie, Psychiatrie, Pädagogik, Sozialwissenschaften, Gesundheit und Prävention, Philosophie
  • PraktikerInnen: Pflegepersonal, PsychotherapeutInnen, SozialarbeiterInnen
  • VertreterInnen aus Patientenorganisationen und Community-Zentren im Bereich psychische Gesundheit
  • VertreterInnen von betroffenen Gruppen, wie z.B. Lehrpersonen, ArbeitnehmerInnen, PensionistInnen, Menschen mit Behinderungen, etc.

LBG-ExpertInnen

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft hat mit ihren 19 Instituten eine umfassende Expertise im Bereich Medizin und der Sozial- und Geisteswissenschaften. Folgende Expertinnen und Experten der Ludwig Boltzmann Institute unterstützen die Initiative und sind Teil des LBG-ExpertInnen-Teams:

Jean Paul

Sozialwissenschaftlerin, Leiterin der Forschungsgruppe Village, Universitätsklinik Psychiatrie I, Medizinische Universität Innsbruck

Beate Schrank

Fachärztin für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Leiterin der Forschungsgruppe D.O.T. – Die offene Tür

Barbara Stelzl-Marx

Historikerin, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgenforschung

Thomas Wochele-Thoma

Ärztlicher Leiter Caritas ED Wien, Psychiater und Psychotherapeut 
Co-Investigator am Ludwig Boltzmann Institute Digital Health & Patient Safety



Team

Claudia Lingner
Initiatorin
Ludwig Boltzmann Gesellschaft

 

Gertraud Leimüller
Mitinitiatorin
winnovation consulting

 

Raphaela Kaisler
Ludwig Boltzmann Gesellschaft 
Open Innovation in Science Center

 

Barbara Konturek
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Öffentlichkeitsarbeit

 

Benjamin Missbach
Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Open Innovation in Science Center

 

Johanna Rohrhofer
winnovation consulting

 

Silvia Wasserbacher-Schwarzer
winnovation consulting

 


Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine Forschungseinrichtung mit thematischen Schwerpunkten in der Medizin und den Life Sciences sowie den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften und stößt gezielt neue Forschungsthemen in Österreich an. Die LBG betreibt als Trägerorganisation zusammen mit akademischen und anwendenden Partnern aktuell 19 Ludwig Boltzmann Institute und entwickelt und erprobt neue Formen der Zusammenarbeit zwischen der Wissenschaft und nicht-wissenschaftlichen AkteurInnen wie Unternehmen, dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft. Gesellschaftlich relevante Herausforderungen, zu deren Bewältigung Forschung einen Beitrag leisten kann, sollen frühzeitig erkannt und aufgegriffen werden. Teil der LBG sind das LBG Open Innovation in Science Center, das das Potenzial von Open Innovation für die Wissenschaft erschließt, und das LBG Career Center, das 250 PhD-StudentInnen und Postdocs in der LBG betreut. In der Ludwig Boltzmann Gesellschaft sind insgesamt 550 MitarbeiterInnen beschäftigt.

www.lbg.ac.at


Frequently Asked Questions

Wer steckt hinter “Reden Sie mit!”?
Wer ist die Ludwig Boltzmann Gesellschaft?
Was passiert mit meinen personenbezogenen Daten?
Was passiert mit meinen Beiträgen?
Was passiert mit den Ergebnissen?
Können andere TeilnehmerInnen meine Beiträge sehen?
Wie kann ich mich in Zukunft über das Projekt informieren?
Wer kann bei der Initiative mitmachen?
Wie ist der zeitliche Ablauf der Initiative?
Welche Beiträge werden gesucht?
Bietet “Reden Sie mit!” direkte Hilfe oder Antworten?
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Kann ein Beitrag wieder gelöscht werden?
Kann ich mehrere Beiträge übermitteln?
Warum sollte ich mitmachen?
Was hat die Bevölkerung von “Reden Sie mit!”?
Was ist das Ziel von “Reden Sie mit!”?
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